Wenn niemand bevollmächtigt ist
Viele glauben, als Ehepartner oder Kind dürfe man im Notfall einfach entscheiden. Für Ehepartner gilt seit 2023 ein begrenztes Notvertretungsrecht, aber nur in akuten Gesundheitsfragen und nur für einige Monate. Für alles Weitere, und für Kinder von Anfang an, prüft das Betreuungsgericht, ob eine rechtliche Betreuung nötig ist.
Wer Betreuer wird
Das Gericht bevorzugt nahestehende Menschen, oft wird ein Angehöriger bestellt. Gibt es niemanden oder ist die Lage strittig, kommt ein Berufsbetreuer infrage. Eine vorliegende Betreuungsverfügung gibt hier den Ausschlag.
Was ein Betreuer darf
Die Betreuung umfasst nur die Bereiche, in denen wirklich Hilfe nötig ist, etwa Gesundheit, Finanzen oder Aufenthalt. Besonders weitreichende Entscheidungen muss das Gericht zusätzlich genehmigen.
Vorsorgen erspart das Verfahren
Eine rechtzeitige Vorsorgevollmacht macht die gerichtliche Betreuung in den meisten Fällen überflüssig. Wir verweisen Sie gern an eine Beratungsstelle, wenn Sie das regeln möchten.