Palliativ & Lebensende

Hospiz und Trauerbegleitung

Am Lebensende zählen Nähe, Ruhe und Zeit. Hospizdienste haben genau dafür Platz, zuhause oder in einem Hospiz, und sie lassen die Angehörigen auch nach dem Abschied nicht allein.

30.04.2026 Pflegeteam Ankerplatz

Die Hospizbewegung ist aus einer einfachen Überzeugung entstanden. Sterben gehört zum Leben, und niemand sollte dabei allein sein. Ambulante Hospizdienste schicken ausgebildete ehrenamtliche Begleiterinnen und Begleiter zu den Menschen nach Hause. Sie übernehmen keine Pflege, sondern bringen Zeit mit. Sie sitzen am Bett, hören zu, lesen vor, halten die Hand oder bleiben einfach da, damit die Angehörigen ein paar Stunden für sich haben. Für die Familien ist diese Begleitung kostenlos.

Die medizinische und pflegerische Versorgung übernehmen Hausarztpraxis und Pflegedienst. Werden die Beschwerden schwer beherrschbar, kommt die spezialisierte ambulante Palliativversorgung hinzu, kurz SAPV. Beides greift ineinander. Das Palliativteam kümmert sich um Schmerzen, Atemnot und Unruhe, der Hospizdienst um das, wofür im Pflegealltag oft zu wenig Zeit bleibt.

Manchmal ist die Versorgung zuhause nicht mehr möglich, weil die Kräfte der Familie erschöpft sind oder die Wohnung nicht passt. Dann kann ein stationäres Hospiz der richtige Ort sein. Es ist kein Krankenhaus, sondern ein Haus mit wenigen Zimmern, in dem Angehörige jederzeit willkommen sind und oft auch übernachten können. Für die Gäste ist der Aufenthalt kostenlos. Kranken- und Pflegekasse tragen den größten Teil, den Rest bringt das Hospiz über Spenden auf.

Mit dem Tod endet die Begleitung nicht. Viele Hospizdienste bieten Trauergespräche, Trauercafés und Gruppen an, in denen Hinterbliebene Menschen treffen, die Ähnliches erlebt haben. Trauer verläuft bei jedem anders und braucht keine Frist. Hier in der Region begleitet der Verein Zwischen den Meeren e.V. Menschen bei Abschied und Trauer, und wir arbeiten eng mit ihm zusammen.

Auf Wunsch stellen wir den Kontakt zu einem ambulanten Hospizdienst her und stimmen uns mit ihm ab, damit alle an einem Strang ziehen.