Pflegende Angehörige leisten Enormes, meist ohne viel Aufhebens. Sie organisieren Arzttermine, waschen, kochen, beruhigen in der Nacht und gehen nebenbei oft noch arbeiten. Kaum jemand fragt, wie es ihnen dabei geht, und viele merken selbst erst spät, wie erschöpft sie sind. Doch wer dauerhaft über die eigenen Grenzen geht, wird irgendwann krank, und dann fehlt die wichtigste Stütze.
Die Warnzeichen sind oft leise. Sie schlafen schlecht, obwohl Sie todmüde sind, werden schneller gereizt, ziehen sich von Freunden zurück oder haben ständig das Gefühl, nie genug zu tun. Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und häufige Infekte können dazukommen. Spätestens dann ist es Zeit, Hilfe anzunehmen, und zwar ohne schlechtes Gewissen.
Dafür gibt es mehr Unterstützung, als viele wissen. Mit der Verhinderungspflege übernimmt jemand anderes die Pflege, stundenweise oder für ganze Tage, etwa damit Sie in den Urlaub fahren können. Die Tagespflege schafft regelmäßig freie Tage in der Woche. Den Entlastungsbetrag von 131 Euro im Monat können Sie für Betreuung oder eine Haushaltshilfe einsetzen. Pflegende Angehörige haben außerdem Anspruch auf eine eigene stationäre Reha, und der Mensch, den sie pflegen, kann währenddessen in derselben Klinik betreut werden.
Genauso wichtig sind die kleinen Pausen im Alltag, eine Stunde, die nur Ihnen gehört, ein Spaziergang oder ein Kaffee mit einer Freundin. Suchen Sie den Austausch mit anderen Angehörigen, in einer Gesprächsgruppe oder einfach mit Menschen, die zuhören. Manchmal entlastet schon das Gefühl, mit all dem nicht allein zu sein.
Wenn Sie nicht wissen, wo Sie anfangen sollen, rufen Sie uns an. Wir schauen gemeinsam, welche Entlastung zu Ihrer Situation passt.